Cyberkriminelle nutzen psychologische Tricks

Die professionelle Psychologie verfolgt in der Regel ehrenhafte Ziele und liefert die wissenschaftlichen Grundlagen unter anderem für psychotherapeutische Angebote, die wiederum darauf abzielen, psychische Störungen zu lindern oder zu heilen. Psychische Erkrankungen können für die Betroffenen sowie ihr gesamtes Umfeld mit einem nicht unerheblichen Leidensdruck einhergehen. Dies ist beispielsweise bei Depressionen, Zwangserkrankungen, Angststörungen, Suchterkrankungen, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen der Fall. Die Psychologie befasst sich als Wissenschaft aber nicht nur mit Erkrankungen der Psyche, sondern betrachtet das gesamte Erleben und Verhalten des Menschen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse können folglich nicht nur im medizinischen Bereich, sondern vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden. So macht sich beispielsweise das Marketing die Werbepsychologie zunutze.

Cyberkriminalität nutzt Psychologie

Leider ergeben sich durch die psychologische Forschung zuweilen auch Schattenseiten, denn oftmals nutzen auch Kriminelle psychologische Tricks, um ihre Ziele zu erreichen. Ein gutes Beispiel dafür ist die zunehmende Cyberkriminalität. Noch vor einigen Jahren bildeten die einzelnen Hacker ein Problem und machten sich vor allem an der Software zu schaffen. Im Laufe der Zeit fand eine Professionalisierung statt und immer mehr Cyberkriminelle sind miteinander vernetzt, so dass im virtuellen Raum zuweilen mafiöse Zustände herrschen. Auffällig ist dabei, dass immer häufiger psychologische Tricks zum Einsatz kommen, um Internetnutzer in die Irre zu führen. Auch in der  Medienpsychologie ist die Rede davon, dass Internetbetrüger immer raffinierter werden. Als Nutzer sollte man sich dessen bewusst sein und stets Vorsicht walten lassen, ansonsten läuft man Gefahr, Opfer von Cyberattacken zu werden.

Weit verbreitet ist unter anderem sogenannte Ransomsoftware, die sämtliche Daten blockiert und den Nutzer erpresst. Nur wenn dieser zahlt, erhält er die Mittel zur Entschlüsselung und kann seine Daten somit retten. Auffällig ist dabei, dass die Cyberkriminellen überaus verständliche Anleitungen liefern. Seriöse Unternehmen im Internet tun sich dahingegen oftmals schwer mit simplen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und lassen ihre Kunden so mehr oder weniger im Regen stehen.

Es zeigt sich somit leider immer wieder, dass die Cyberkriminellen einen Schritt voraus sind. Um dem entgegen zu wirken, wird mittlerweile auch verstärkt auf die Psychologie zurückgegriffen. Aktuellen Medienberichten zufolge soll auch die Wissenschaft aktiv geworden sein, denn verschiedene psychologische Institute befassen sich nun in besonderem Maße mit der Cyberkriminalität. Dabei geht es nicht nur um die Opfer solcher Attacken, sondern ebenfalls um die Täter und ihre zum Teil perfiden Strategien. Auf diese Art und Weise sollen effektive Strategien und Maßnahmen zur Erhöhung der Cybersicherheit erreicht werden. Neben der Wirtschaftspsychologie, Regierung und anderen Organisationen haben natürlich auch Privatanwender ein großes Interesse an mehr Sicherheit im virtuellen Raum.

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