Was ist Wahrnehmung?

Die Psychologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Seele des Menschen beschäftigt und unter anderem auch die Wahrnehmung ergründet. Verschiedene Aspekte des Verhaltens und auch Erlebens werden in dieser empirischen Wissenschaft erforscht, beschrieben und erklärt. Die Wahrnehmung spielt hierbei eine bedeutende Rolle, denn diese bestimmt das individuelle Erleben, was wiederum das Verhalten beeinflusst. Demnach erweist sich die Wahrnehmung als zentraler Aspekt, dem sich die Wahrnehmungspsychologie ausführlich widmet.

Die Wahrnehmungspsychologie als Teilbereich der Psychologie

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist die Wahrnehmungspsychologie der Teilbereich der Psychologie, der sich ausschließlich mit der Wahrnehmung befasst. Diese beschreibt das subjektive Erleben einer Situation und geht auf den Zusammenhang zwischen einem Reiz und der daraus resultierenden Empfindung ein. Aus einer subjektiven Wahrnehmung ergibt sich dann das jeweilige Verhalten. In der Psychologie differenziert man zwischen der gustatorischen, visuellen, taktilen, kinästhetischen, vestibulären, auditiven und trigenimalen Wahrnehmung. Demnach sind alle zur Verfügung stehenden Sinne in den Wahrnehmungsprozess eingebunden. Psychologen unterteilen diesen in die Empfindung, Organisation und Einordnung. Auch wenn eine Wahrnehmung von dem jeweiligen Menschen zumeist objektiv empfunden wird, ist sie wissenschaftlich gesehen subjektiv, denn vor allem die dritte Stufe des Wahrnehmungsprozesses ordnet Reize ein, so dass es zu einer individuellen Einschätzung der Situation kommt.

Wahrnehmungsarten in der Psychologie

In der Psychologie unterscheidet man verschiedene Arten der Wahrnehmung. Diese habe Ihren Ursprung in den verschiedenen menschlichen Sinnen.

  • Visuelle Wahrnehmung
  • Subjektive Wahrnehmung
  • Vestibuläre Wahrnehmung
  • Auditive Wahrnehmung
  • Gustatorische Wahrnehmung
  • Taktile Wahrnehmung
  • Kinästhetische Wahrnehmung
  • Vestibuläre Wahrnehmung
  • Trigenimale Wahrnehmung
  • Propriozeptive Wahrnehmung
  • Haptische Wahrnehmung

Der Wahrnehmungsprozess im Detail

Wer beispielsweise ein Studium der Psychologie absolviert oder sich anderweitig mit psychologischen Themen befasst, wird sich im Zuge dessen auch intensiv mit dem Wahrnehmungsprozess beschäftigen. Dieser läuft in mehreren Stufen ab, wobei der Reiz stets am Anfang steht. Zunächst wird ein Reiz durch ein Sinnesorgan erfasst und an das Gehirn weitergeleitet. Im nächsten Schritt findet zunächst eine sogenannte Globalauswertung in der Großhirnrinde statt, die für einen ersten Gesamteindruck verantwortlich ist. Anschließend werden auch Details erfasst, woraufhin die sogenannte elaboratorische Auswirkung folgt. Die wahrnehmende Person wertet die Situation aus und verarbeitet die Wahrnehmung. Hierbei werden Zusammenhänge hergestellt und auch Verbindungen zu bereits gemachten Erfahrungen oder gesammelten Eindrücken hergestellt. Basierend hierauf beurteilt die betreffende Person die Situation, kategorisiert den jeweiligen Reiz und geht schließlich zu einer Reaktion über.

  • Elaboratorische Auswertung
  • Globalauswertung
  • Detailauswertung
  • Reizübertragung

Jede Wahrnehmung läuft nicht nur gleich ab, sondern unterliegt zudem gleichen Gesetzen. Die sogenannten Wahrnehmungsgesetze gehen der Frage nach, wie eine Wahrnehmung konkret aufgenommen und eingeordnet wird. Die Reizabhängigkeit macht die Wahrnehmung vor allem von der Stärke des jeweiligen Reizes abhängig. Darüber hinaus sind auch die Kontextabhängigkeit und Erfahrungsabhängigkeit wichtige Stichpunkte, die die Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung definieren.

Die Wahrnehmungskette

  1. Reiz
  2. Transduktion, Transformation
  3. Verarbeitung
  4. Wahrnehmung
  5. Wiedererkennung
  6. Handeln

Ein Fernstudium Psychologie oder auch ein klassisches Psychologie-Studium widmet sich nicht nur der Erforschung des Wahrnehmungsprozesses, sondern geht unter anderem auch Wahrnehmungsstörungen auf den Grund. Angehende Psychologen sollen schließlich in die Lage versetzt werden, zur seelischen Gesundheit ihrer Patienten beizutragen.

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