Fernstudium Psychologie Kosten und Förderungen

Welche Kosten Sie für Ihr Fernstudium Psychologie einplanen müssen, hängt ganz entscheidend von der Art der Weiterbildung ab und wo Sie diese absolvieren. Wer sich für ein Psychologie-Studium entscheidet, hat zunächst die Wahl zwischen einem richtigen akademischen Studium und einem Lehrgang. Ein richtiges Psychologie-Studium an einer Fernuniversität kann man derzeit einzig an der staatlichen FernUniversität Hagen absolvieren.

Welche Kosten fallen für ein Fernstudium Psychologie an?

Private Ferninstitute und Weiterbildungseinrichtungen hingegen bieten verschiedene Psychologie Lehrgänge an, die dann jedoch nicht mit einem Bachelor- oder Master-Titel, sondern einem Zertifikat abschließen. Im Vergleich zu einer staatlichen Fernuniversität kommen hier wesentlich höhere Kosten auf einen zu:

  • Staatliche FernUniversität Hagen:

 Wer ein Psychologie-Studium an der FernUniversität Hagen absolvieren möchte, muss eine Grundgebühr von 50 Euro pro Semester entrichten. Pro Semesterwochenstunde (SWS) wird zudem ein Betrag von 12,50 Euro für Studienmaterialien und die Betreuungsleistung fällig, so dass für das gesamte Studium Kosten von etwa 1800 Euro auf einen zukommen. Zusätzlich sollte man für ein Fernstudium immer auch Kosten für Fahrten und Übernachtungen für die Zeit der Präsenzphasen am Standort der Hochschule einplanen. Zudem muss man möglicherweise unbezahlten Urlaub für diese Zeit beantragen und einen entsprechenden Ausfall des Verdienstes mitberücksichtigen.

  • Private Weiterbildungseinrichtungen/Ferninstitute:

Entscheidet man sich für einen Psychologie-Lehrgang an einem privaten Institut für Weiterbildungen (z.B. dem Institut für Lernsysteme Hamburg (ILS)), muss man mit etwas höheren Kosten rechnen. Die Studiengebühren, die für ein solches Studium bzw. einen Lehrgang zu entrichten sind, unterscheiden sich je nach Institut und sind überwiegend erst nach einer Registrierung über das jeweilige Online-Portal ersichtlich. In der Regel fallen etwa Gebühren in Höhe von 100-150 Euro pro Monat an. Im Gegensatz zu einem richtigen Psychologie-Studium ist ein Lehrgang in wesentlich kürzerer Zeit – in der Regel in 16 Monaten – zu absolvieren, so dass man hier Kosten von insgesamt 1600-2400 Euro für seine Weiterbildung Psychologie einplanen muss.

Zur Reduzierung der Kosten bekommen bestimmte Personen einen Rabatt von 10% auf die anfallenden Studienbeiträge. In der Regel betrifft dies Studenten, Auszubildende, Rentner, Arbeitslose, Schwerbehinderte und Zivildienst- und Wehrdienstleistende.

Fördermöglichkeiten erleichtern die Finanzierung

Mit einem Fernstudium Psychologie fallen einige Kosten an, die neben den regulären Lebenshaltungskosten bewältigt werden müssen. In der Regel wird ein Fernstudium neben dem Beruf absolviert, so dass ein reguläres Einkommen zur Verfügung steht, dennoch ist es häufig nicht einfach, die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen zu bestreiten. Um eine Weiterbildung besser finanzierbar zu machen, gibt es einige Fördermöglichkeiten und Finanzierungshilfen, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können:

  • BAföG:

Um allen Menschen die gleiche Möglichkeit auf Bildung zu gewähren, kann sich grundsätzlich jeder deutsche Staatsbürger das Erststudium – und auch ein Fernstudium mit staatlicher Anerkennung – durch BAföG finanzieren lassen, wenn die nötigen Voraussetzungen gegeben sind. Neben dem Einkommen der Eltern bzw. der Ehepartner dürfen Antragssteller maximal 30 Jahre alt sein. Eine Förderung des Fernstudiums durch BAföG ist für ein Jahr möglich.

  • Arbeitgeber:

Wer ein Fernstudium Psychologie bzw. einen Fernlehrgang in Psychologie eigens zu dem Zweck absolviert, um im Anschluss in einem speziellen Tätigkeitsbereich seines Unternehmens arbeiten zu können und dies auch verpflichtend bescheinigt, erhält häufig eine vollständige Kostenübernahme durch den Arbeitgeber.

  • Bundesagentur für Arbeit:

Wer arbeitssuchend ist oder durch einen befristeten Arbeitsvertrag in Kürze arbeitslos wird, hat die Möglichkeit, die Kosten für seine Weiterbildung von der zuständigen Arbeitsagentur oder dem Jobcenter übernehmen zu lassen. Neben dem Ziel der Wiedereingliederung in den Beruf ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem zuständigen Vermittler die Grundvoraussetzung für die Kostenübernahme.

  • Steuerliche Geltendmachung:

Wer eine Weiterbildungsmaßnahme berufsbegleitend und zum Zweck der beruflichen Weiterqualifikation absolviert, kann die Kosten für sein Fernstudium Psychologie oder einen Fernlehrgang steuerlich geltend machen. Nötig dafür ist ein entsprechender Nachweis vom Arbeitgeber.

Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
4.4/512 ratings